Holy Spirit

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Was siehst du…?


Hans and Delja Pruis

Hans und Delja Pruis

von Hans Pruis

Es ist ein Vorrecht für uns, unsere Rolle bei Agape Europe innehaben zu dürfen. Wir haben andere Leiter in der Vergangenheit diese Aussage machen hören, und manchmal haben wir uns gefragt, ob es Ausdruck ihrer tiefen Überzeugung oder eher eine oberflächliche Bemerkung war. Manche Worte sagt man so leicht dahin, ohne dass sie viel bedeuten. Aber wir haben es in diesem Jahr wirklich so erfahren, und wir fühlen uns echt privilegiert.

Wir haben Gottes Segen erfahren in unseren 35 Ehejahren und mit unseren Kindern und Enkelkindern. Das heißt aber nicht, das es immer leicht gewesen wäre. Eine unserer Töchter z.B. durchlebte eine harte Zeit, als einige ihrer Schulfreunde Selbstmord begingen. Ich muss gestehen, es war ziemlich schaurig. Aber es führte zu einigen guten Gesprächen, und wir lernten viel zusammen.

Warum erzählen wir euch solche persönlichen Gedanken in einem Brief zum Jahresende? Wir tun es deshalb, weil die Dinge, die in unserem privaten Leben geschehen, wichtige Auswirkungen auf unser öffentliches Leben und unseren Dienst haben. Wenn ich dich persönlich treffen und dir die Frage stellen würde, „Wie geht es dir?”, was würdest du antworten? Würdest du über die Statistiken aus der Arbeit reden, über das Minus oder Plus auf deiner persönlichen Kostenstelle? Über Schwierigkeiten in deiner Ehe oder Familie?

Oder würdest du vor allem erzählen, wie der Herr, unser Gott, dich in schweren wie in schönen Zeiten gesegnet hat? In Hiob 37,14 sagt Gott: „Höre, Hiob; halte inne und betrachte die Wunder Gottes.” Ist das nicht eine großartige Idee für das Jahresende? Und doch – wie selten nehmen wir uns Zeit, „innezuhalten und die Wunder Gottes zu betrachten”?

Vor kurzem habe ich (Hans) die biblischen Bilder für den Heiligen Geist studiert, und jemand fragte mich danach, was mir am meisten aufgefallen sei. Matthäus 11,7 kam mir in den Sinn, wo es um Johannes den Täufer geht: „Jesus fing an, zu der Menge über Johannes zu sprechen: ‚Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Ein Schilfrohr, das der Wind hin und her weht?’”

Ich denke, Jesus sagte im Grunde, dass nicht Johannes so eindrucksvoll war, sondern vielmehr, wie er vom Heiligen Geist (dem Wind) bewegt oder gebraucht wurde. Ich bezweifle, dass die persönliche Unterstützung von Johannes sehr gut war. Auch belasteten ihn Fragen hinsichtlich seines Dienstes. Seine irdische Zukunft sah nicht gerade Erfolg versprechend aus. Aber er war treu. Er stellte sich zur Verfügung, so dass der Heilige Geist ihn gebrauchen konnte, und er war mutig in seinem Zeugnis. Das sind die Dinge, die zählen!

Wie geht es dir? Wenn du innehältst und zurückblickst, was siehst du? Was auch immer es ist, betrachte sorgfältig Gottes Wunder und feiere Gottes Segnungen in deinem Leben, ohne dabei die wirklichen Herausforderungen herunterzuspielen.

Unsere Hoffnung ist, dass wir alle in diesem kommenden Jahr wie „ein Schilfrohr, das vom Wind getrieben wird” sein werden, und dass andere das merken. Das heißt, dass wir unser Augenmerk nicht so sehr auf unsere Leistung legen, sondern dass wir vielmehr begierig sind, von Gott durch seinen Geist gebraucht zu werden. Wenn das der Fall ist, ist die Frucht garantiert, ob wir sie sehen oder nicht.

Wir wünschen euch ein fruchtbares Neues Jahr!

Hans und Delja Pruis


David and Pam Wilson

David und Pam Wilson

von David Wilson

Zu dieser Zeit des Jahres haben die Drei Amigos einen besonderen Anruf per Skype. Dazu sitzen Pam und ich hier in meinem Büro in Dublin, Hans in den Niederlanden und Javier in der Buchhaltung in Kandern, Deutschland (nicht in Spanien, wo er normalerweise ist).

Dieses Telefongespräch ist anders als die normalen Skpye-Anrufe, die wir alle paar Wochen haben, denn bei diesem geht es um Planung. Als Erstes lesen wir die Pläne, die von den nationalen Agape-Europe-Arbeiten aus ganz Europa eingegangen sind, und dann skypen wir – einen halben Tag lang! Und wir beten.

Ich wette, dass auch Ihr Euch zu dieser Zeit des Jahres mit Planen beschäftigt. Und das ist gut so. „Die Pläne der Gerechten sind richtig”, heißt es in Sprüche 12,5. Planen ist gut. Aber bei allem Planen müssen wir auch um Gottes Eingreifen bitten.

Wir teilen z.B. anderen Menschen das Evangelium mit. Das ist gut. Aber es wird gar nichts geschehen, wenn nicht der Heilige Geist die Menschen, die darauf reagieren, erneuert.

Wir fordern unsere Studenten und Ehrenamtliche heraus, sich an der Ernte zu beteiligen. Aber keiner wird darauf reagieren, wenn Gott nicht die Herzen bewegt. Deshalb sagte Christus, dass wir den Herrn der Ernte bitten sollen.

Wir fordern Menschen zur vollzeitlichen Mitarbeit heraus – und diesen Ruf auszusprechen, muss sicher eine unserer vornehmsten Aufgaben sein. Aber keiner wird darauf reagieren, wenn er nicht den Ruf Gottes vernimmt.

Wir laden Menschen ein, sich an unserem großen Vorhaben zu beteiligen, indem sie uns finanziell unterstützen, und das sollen wir auch tun. Es ist biblisch. Aber es wird nicht klappen, bis unser Herr Menschenherzen aufschließt.

Wir bemühen uns um die Gunst der Autoritäten, unter denen wir arbeiten. Das sollen wir auch tun. Aber sie werden die Dinge nicht mit Gottes Augen sehen, wenn er ihnen nicht geistliche Einsicht schenkt.

Überall bei Agape Europe machen wir Pläne für 2009. Ich glaube, dass es gute, geistliche Pläne sind. Ich glaube, dass Gott sich darüber freut. Aber sie hängen völlig davon ab, dass Gott handelt. Deshalb gehen wir mit Gebet in das Jahr 2009. Wenn Du persönlich das Bedürfnis hast zu beten, kannst Du mir jederzeit eine E-Mail an dwilson.agape@btinternet.com senden und wir können füreinander beten.

Gottes Segen,

David Wilson