Die Unternehmenskultur eines Werkes bezieht sich auf die zugrunde liegenden Werte, Überzeugungen und Grundprinzipien, die für das Managementsystem des Werkes die Grundlage bilden, und auch auf die praktischen Vorgehensweisen und die Verhaltensmuster, die diese Grundprinzipien veranschaulichen und verstärken.

Damit wir den Auftrag von Campus für Christus erfüllen können und unsere Vision, bis zum Jahr 2020 überall Bewegungen auszulösen, ermöglichen, muss in unserer vorherrschenden Unternehmenskultur eine bedeutsame Veränderung erfolgen. Wir müssen uns in 5 voneinander abhängigen Bereichen kritisch fragen, wie wir über uns selbst und unsere Art, Dinge zu tun, denken.

Fünf voneinander abhängige Aspekte unserer Organisationskultur

Im Lauf der Jahre haben wir viel über die Organisationskultur gesprochen, der wir uns wünschen, und haben Vielerlei ausprobiert. Als Folge davon haben wir fünf voneinander abhängige Aspekte unserer Organisationskultur definiert und jeden einzelnen auf unserer Websetie „Gemeinsam unsere Zukunft gestalten“ näher beschrieben. Du kannst diese Beschreibungen herunterladen unter http://www.shapingourfuture.me

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Hier ist eine kurze Zusammenfassung dieses Artikel:

1. Von unseren Werten geleitet

Da wir wissen, dass unsere Arbeit letztlich geistlicher Natur ist, müssen wir von unseren Werten – Glaube, Wachstum und Frucht – aus leiten. Wir leiten von diesen Werten aus und lassen uns nicht von Ereignissen, Gebern oder Zahlen leiten. Es geht darum, dass wir leidenschaftlich mit Gott leben, in Einigkeit arbeit, die Wahrheit in Liebe sagen und alles tun, damit Menschen mit Jesus in Verbindung kommen und echte Nachfolgern Christi werden.

2. Einheimische Leitung

„Bewegungen überall“ impliziert, dass das größte Wachstum auf der untersten Ebene stattfinden muss. Das ganze Werk muss sich dem anpassen, dass die Arbeit vor Ort wächst und sich ausbreitet. Das bedeutet, dass wir örtliche Teams haben, die sich darauf konzentrieren, Bewegungen aufzubauen, sei es durch direkten oder durch katalytischen Dienst. Sie sind im Rahmen unseres Auftrags, unserer Vision und unserer Werte voll berechtigt, innovativ und kreativ zu sein.

3. Reichs-Gottes-Perspektive

Wenn wir die Welt mit wahren Jesusjüngern durchdringen wollen, müssen unsere Bemühungen weit über die Arbeit von Campus für Christus hinausgehen. Wir müssen eine Reichs-Gottes-Perspektive behalten. Wir müssen unsere Kraft und unsere Mittel als Leib Christi zusammentun, um unser Ziel zu erreichen. Das bedeutet dass wir Gottes Liebe zu den Völkern bringen und sowohl das Liebesgebot als auch den Missionsauftrag ernstnehmen. Während wir selbst Menschen zu Jüngern und vor Ort Bewegungen anstoßen, vertrauen wir beständig anderen Menschen den Dienst an.

4. Ein Lernumfeld

Die Welt verändert sich ständig. Was letztes Jahr funktioniert hat, kann dieses Jahr vielleicht schon nicht mehr klappen. Wir müssen fähig sein, schnell auf diese uns von Gott geschenkten Gelegenheiten zu reagieren. Wir brauchen Leiter mit der Gesinnung Jonathans und seines Waffenträgers, die die Initiative ergreifen und „hinausgehen und schauen, was der Herr vielleicht für uns tun wird.“ Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, in der Mitarbeiter frei sind, neue Ideen auszuprobieren und sich neuen örtlichen, regionalen oder weltweiten Gegebenheiten anzupassen.

5. Gemeinsame Leitung

Um auch nur unseren Teil von „Bewegungen überall“ zu verfolgen, müssen wir die Leitungsverantwortung für die Arbeit teilen. Leitung kann nicht nur ein paar wenigen überlassen werden; sie muss auch anderen übertragen werden. Die Tragweite von „Bewegungen überall“ macht es erforderlich, dass wir unsere Leitungsbasis vergrößern. Gemeinsame Leitung bedeutet, dass wir unseren Auftrag durch wirksame Teams auf jeder Ebene ausführen. Um als Teams erfolgreich zu sein, müssen wir Leiter sein, die anderen mit Gnade und Demut dienen.

Wir laden Euch ein, Euch an der weltweiten Diskussion über unsere Kultur zu beteiligen

Diese Internetseite und die Fragen für das Gruppengespräch wurden entwickelt, damit Teams die gewünschte Organisationskultur in unserer Bewegung entwickeln. Wenn Ihr die Fragen durcharbeitet, könnt Ihr die fünf Aspekte besser verstehen, einschätzen, wo Ihr als Team in jedem Bereich steht, Veränderungen durchführen, wo nötig, und darüber reden, wie das Team jeden Bereich ausleben kann.

Jedes Team unseres Missionswerks (auf örtlicher, regionaler und landesweiter Ebene) soll sich an diesen Gesprächen beteiligen. Wir freuen uns über euer Feedback darüber, wie die Gespräche in euren Teams gelaufen sind. Auf der Webseite http://www.shapingourfuture.me könnt Ihr auch sehen, welche anderen Teams auf der ganzen Welt gerade im diesem Prozess der Kulturveränderung stehen, und mit ihnen interagieren.

Javier Garcia: „Eine Bewegung, die sich nicht um ihre eigenen kulturellen Werte kümmert, wird keinen Erfolg haben.“

David Wilson: „Macht von der Kultur-Webseite Gebrauch, um Euren Input zu geben. Die Welt muss von euch hören.“ (Lest auch, was David über den Aspekt „Einheimische Leitung“ zu sagen hat: http://www.youtube.com/watch?v=2MZlWP3tMng)

Hans Pruis: „Ich bin überzeugt, dass unsere Organisationskultur eine starke Wirkung auf unseren geistlichen Erfolg hat. Meiner Meinung nach ist es nicht so schwer, den Definitionen über die gewünschte Kultur zuzustimmen. Aber es ist eine echte Herausforderung, diese Prinzipien in tägliche Verhaltensweisen herunterzubrechen. Es ist wie mit unserem persönlichen Zeugnis: nicht nur das, was ich den Leuten über Jesus sage, redet, sondern auch das, was andere an mir von Jesus sehen.“

von Danielle Wilson

Mit seiner ungewöhnlichen Verlosung zum Thema „Moralisches Dilemma“ bietet die landesweite Erstsemestlerwoche von Agape Student Life den studentischen Leitern die Möglichkeit, aufzustehen und klar Stellung zu beziehen.

Wenn du selbst einmal neuer Student an einer Uni warst, wirst du dich noch an das Treiben und den Schrecken der Erstsemestlerwoche erinnern. Du wagst mit ein paar anderen ängstlichen Erstsemestlern erste zögerliche Schritte aus dem Studentenheim heraus und versuchst, dich zunehmend als Studenten zu definieren. Der Markt der Möglichkeiten begrüßt dich mit seinem Stimmengewirr, seinen Versuchungen und Verlosungen. Sollst du per Unterschrift eine Kreditkarte erwerben? Einem Verein beitreten? Zu einer Party gehen? Selbst bei einer Sache aktiv werden?

Warum also möchte Agape Student Life geradezu einen Kopfsprung in die Erstsemestlerwoche mit all ihrem Chaos und Elend machen? Und warum wollen sie zu dem ganzen Treiben ausgerechnet noch eine weitere Verlosung hinzufügen?

Das erste Semester an der Uni ist wie ein Wirbelsturm, und es geht dabei um viel mehr als ums bloße Studieren. Studenten sind unterwegs, um zu definieren, wer sie sind und was sie denken. Cliquen, Interessen und Verhaltensmuster werden hier oft für die ganze weitere Studentenkarriere gebildet und festgelegt. Für Agape Student Life ist die Erstsemestlerwoche eine wunderbare Gelegenheit, buchstäblich mit Tausenden von Erstsemestlern in Kontakt zu kommen, die sich an diesem wichtigen Wendepunkt ihres Lebens befinden.

Und so wurde die Kampagne The Connection (Die Verbindung) geboren. Es ist ein ganz einfaches Konzept. Was zuerst wie eine klassische Verlosung aussieht, ist in Wirklichkeit viel mehr. Die Gewinner des Preises werden in ein moralisches Dilemma versetzt: Sie haben die Wahl zwischen einem I-Pod für sich selbst oder zwei Ziegen für eine Familie in einem Entwicklungsland. Außerdem erhält jeder, der an der Verlosung teilnimmt, die Möglichkeit, eine Sondernummer eines evangelistischen Magazins zu erhalten, das ein Mitarbeiter oder Student von Student Life ihm persönlich vorbeibringt.

Letzten Herbst fand The Connection in allen neun Student-Life-Teams im ganzen Land statt. „Es macht Spaß und ist toll“, sagt Ben Evans, der Teamleiter aus Bristol, der dieses Projekt landesweit koordinierte. „Am wichtigsten dabei ist, dass wir auf diese Weise mit einer großen Anzahl von Studenten in Kontakt kommen und die herausfinden können, die geistliches Interesse haben. Wir treffen sie persönlich und helfen ihnen, über die wichtigste Entscheidung in ihrem Leben nachzudenken.“

„Heutzutage scheint es wichtiger zu sein, dass man dabei gesehen wird, dass man Dinge tut, die sozial oder politisch korrekt sind, als dass man tatsächlich tut, was richtig ist. Von Politikern über Geschäftsleute bis hin zu berühmten Persönlichkeiten sehen wir Menschen, die in der Öffentlichkeit ein tugendsames Leben führen, bis in einem Keller oder auf einem Bankkonto eine Leiche oder zwei zu Tage gefördert werden. Niemand ist absichtlich ein Heuchler. Und doch erleben die meisten von uns mehr oder weniger diese schmerzliche Unstimmigkeit zwischen dem, was wir sein wollen oder vorgeben zu sein, und dem, was wir tatsächlich sind. Deshalb lautet die eigentliche Frage nicht: Ziege oder I-Pod? Sondern: Wer sind wir, wenn keiner uns zusieht?“ – Magazin The Connection

Das moralische Dilemma

Warum nun die Wahl zwischen Ziege und I-Pod? „Wir dachten, dass das moralische Dilemma ein interessantes Element für die Kampagne wäre, aber wir wollten auch die zynische Haltung in unserem Land überwinden helfen, die gegenüber Werbung und Verlosungen besteht“, sagte Ben. „Wir sind übersättigt mit geschickter Werbung und Firmenangeboten. Wenn eine Organisation etwas umsonst anbietet, fragen wir uns sofort, was sie dafür wollen. Wir wollten eine Verlosung anbieten, die die Leute nicht nur interessiert, sondern ihnen vielleicht hilft, über die Art der Entscheidung nachzudenken, die sie treffen, und warum sie diese treffen.

Ross McCall, der Glasgower Teamleiter, erinnert sich an einige interessante Antworten von Studenten zu diesem Thema. „Wir hatten einen Studenten, der unsere Einladung, an der Verlosung teilzunehmen, ausschlug, weil er sowohl eine Ziege als auch einen I-Pod besaß! Andere wiesen das Angebot zurück, weil sie sich, wie sie sagten, unwohl fühlen würden, wenn sie diese Entscheidung treffen müssten.“ Die tatsächliche Gewinnerin aus Glasgow wählte den I-Pod, anscheinend unter dem Gruppendruck ihrer Freunde. Sie wollte anonym bleiben.

„Eine Gruppe von Studentinnen erzählte uns, dass die Verlosung mit der Wahl zwischen einer Ziege oder einem I-Pod ihre ganze Sicht der Erstsemestlerwoche an der Uni geprägt hatte. Sie hatten alle Abzeichen, sie wollten Poster, sie ließen sich mit der Ziege fotografieren…“, berichtet Allan Ooi von Operations Intern, der auch an der Birminghamer Uni mitarbeitet. Allein in Birmingham nahmen 1316 Studenten an der Verlosung teil. Von diesen sagten 155, dass sie mehr darüber erfahren wollten, wie man mit Gott in Verbindung treten könne.

Studentische Leiter mobilisieren

Die Vision, durch The Connection Erstsemestler zu erreichen, ist begeisternd und umfassend. Und unser Mitarbeiterteam hat nie davon geträumt, das allein zu tun. „Wir wollten eine Menge Mittel und Materialien zur Verfügung stellen und unseren studentischen Leitern erlauben, ihre Eigeninitiative in der Durchführung einzusetzen“, sagt Ben. Das Kommunikationsteam von Agape arbeitete eng mit Student Life zusammen, um das Magazin, Eingangskarten, eine Webseite und andere Materialien zu erstellen. Aber auch an den Unis konnte man viel Kreativität erleben: Studenten und Mitarbeiter zogen Ziegen- und I-Pod-Kostüme an, stellten ihre eigenen T-Shirts her, Luftballons, Kugelschreiber, Plaketten und was ihnen sonst noch alles einfiel, um The Connection unter den Studenten bekanntzumachen.

„Ich habe jetzt mehr das Gefühl, dass Student Life unsere Sache ist, weil wir es zum großen Teil selbst organisieren. So haben wir Kontakt zu den Studentenvereinigungen aufgenommen und entschieden, was wir bei der Erstsemestlerwoche tun wollen“, sagt Nengi Omuku, studentischer Leiter am University College in London,. „Wir sind stärker eingebunden und gehen nicht nur an dem bestimmten Tag dorthin.“

„Akademischer Erfolg verdient Anerkennung. Aber wenn du glaubst, dass dein Wert davon abhängt, wie viel du erreichst oder verdienst, dann ist die Enttäuschung vorprogrammiert.“ – Magazin The Connection

„Es war toll, wie sehr die Studenten sich bei der Newcastler Erstsemestlerwoche engagiert haben“, sagt Pete Moll, Mitarbeiter in Newcastle. „Zu einem bestimmten Zeitpunkt kamen wir an unseren Stand und erlebten, dass die Studenten es ganz ohne uns gemacht haben, weil ihnen so viel daran lag, dass Leute bei der Verlosung mitmachten.“ Fast 3000 Leute machten von der Uni Newcastle bis zur Uni Northumbria bei der Verlosung mit.

The Connection hat unsere Bewegung hier wirklich zusammengebracht. Der studentische Leiter übernahm die ganze Sache und führte sie durch“, sagt der Birminghamer Teamleiter David Blower. „Es war eine sehr intensive Sache und hat viel Spaß gemacht.“

„Für mich war es großartig, das Jahr mit dieser Kampagne zu beginnen“, sagt Allan Ooi. „Wir von Student Life wurden dadurch fest zusammengeschweißt. Wenn man sich abwechselnd als Ziege verkleidet, findet man wirklich zueinander und sorgt für viel Spaß!“

Sam, ein Birminghamer Student im ersten Semester, kommentierte die Aktion einem studentischen Leiter gegenüber so: „Ich sah die Aktion Ziege vs. I-Pod auf dem Unigelände und fand, das war eine großartige Initiative. Bei so etwas möchte ich gern mitarbeiten!“

Bewegungen anstoßen

Die Kampagne The Connection war ein besonders hilfreiches Mittel, um an Orten, wo Student Life gerade erst beginnt, Momentum zu schaffen.

„Es ist schwierig, Jesus nachzufolgen. Und ganz bestimmt unmöglich, ohne die Kosten zu überschlagen und eine weitreichende Entscheidung zu treffen. Tragisch ist, wenn jemand überhaupt nie eine Entscheidung trifft.“ – Magazin The Connection

„Es hat uns vor allem geholfen, potentielle studentische Leiter zu finden, und diese hatten etwas, wo sie direkt einsteigen konnten“, sagt Chris Carter, Teamleiter an der Universität Aston. Zwei Astoner Studenten fragten nach einem ersten Gespräch am Student-Life-Stand, ob sie studentische Leiter werden könnten, indem sie ihre Karten für die Verlosung ausfüllten!

„Es war echt toll, auf eine Weise Kontakt zu meinen Mitstudenten knüpfen zu können, die Spaß machte und nicht bedrohlich war, aber trotzdem den anderen Studenten klarmachte, was wir tun und worum es uns geht“, sagt Hadassah, eine Austauschstudentin aus Alaska und die erste studentische Leiterin für die neu begonnene Student-Life-Arbeit in Glasgow.

„Da ich erst eine Woche vor unserem ersten Erstsemesterstand in Glasgow eingetroffen war, betrachtete ich die Erstsemestlerwoche weitgehend als einen kleinen Spiegel der Glasgower Studentenkultur“, sagt der Glasgower Teamleiter Ross. Obwohl sie erst angekommen waren, hatte das Team sehr schnell einige gute Verbindungen. In Strathclyde baten sie das Studentenwerk, die Verlosung durchzuführen, und in Glasgow die Herausgeber der größten Studentenzeitung, des Glasgow Guardian. „The Connection gab uns die Möglichkeit, uns hier bekanntzumachen und einen Vorgeschmack davon zu bekommen, wie es hier in Glasgow so ist.“

„Die Kampagne The Connection war in der Pioniersituation in Nottingham von unschätzbarem Wert und ermöglichte uns, mit mehreren Hundert Sudenten in Kontakt zu kommen, die sonst uns und dem Evangelium gegenüber Fremde geblieben wären“, sagt Matt Walmsley, der Nottinghamer Teamleiter.

„Wir kamen im Studentenradio, in einem Studentenfilm, erschienen auf unzähligen Fotos auf den Handys der Leute – Es ist erstaunlich, was man alles bewirken kann, wenn man sich als Ziege verkleidet! Aber darüber hinaus bringen wir einen positiven Beitrag zum Unileben, und wir haben einen direkten Treffpunkt, wenn wir uns mit Leuten verabreden“, sagt der Nottinghamer Praktikant Tom Glen, der auch sein gestalterisches Können für die landesweite Kampagne eingesetzt hat. Die Schönheit der Verlosung bestand darin, dass sie nicht bedrohlich und nicht „christlich“ ist. Dadurch konnten wir mit der größtmöglichen Anzahl von Studenten in Kontakt kommen.“

Verändertes Leben

Die Kampagne The Connection wird in der verbleibenden Zeit des Semesters und in der Zukunft weiterhin ihre Auswirkungen haben. Aber dadurch, dass die studentischen und hauptamtlichen Mitarbeiter die gewaltige Aufgabe in Angriff nehmen, sich mit denen zu treffen, die geistliches Interesse bekundet haben, geschieht bereits Lebensveränderung.

„Jesus zu bitten, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, war das Realste, Emotionalste, Bedeutsamste, Erschreckendste, Lebensveränderndste, Lohnendste, Veränderndste, Befreiendste, das ich je getan habe. Mir wurden die Augen geöffnet, als ich noch nicht einmal wusste, dass ich sie geschlossen hielt. Aber ich bin immer noch Ich. Ich bin sogar mehr Ich selbst als je zuvor.“ – aus Sarahs Geschichte, Magazin The Connection

„Eine Studentin, der wir mehrere Male auf der Erstsemestlerwoche begegnet sind, traf sich mit Phil und Diane“, berichtet Pete aus Newcastle. „Sie brachten ihr das Magazin und benutzten es gleich, um ihr das Evangelium zu erklären. Sie sagte, dass das genau das wäre, wonach sie gesucht hatte, und dass sogar eine Illustration über Sünde, die man nicht wiedergutmachen kann, enthalten sei. Sie ging weg und vertraute im Gebet Gott ihr Leben an.“

„Aaron sprach mit einem Studenten über das Magazin. Er sagte, er sei schon Christ, aber für ihn sei das eine kulturelle und familiäre Angelegenheit. Nachdem er mit Aaron gesprochen hatte, entschloss er sich, sein Vertrauen auf Christus zu setzen. Er und sein Freund kamen ein paar Tage später zu unserem ‚offenen Haus’, ebenso wie einige andere junge Männer, denen wir begegnet waren oder die uns bei The Connection geholfen hatten.“

„Ich plauderte mit einer Studentin, die gerade ihre Teilnahmekarte für die Verlosung ausfüllte, und sie fing an, mir Fragen über Gott zu stellen“, erzählt Pam Robertshaw, assoziierte Teamleiterin aus Oxford. Ich sagte ihr, dass Gott Liebe ist und dass er uns so sehr geliebt hat, dass Jesus bereit war, für uns zu sterben, damit wir Vergebung der Sünden erhalten können. Als sie die letzte Frage auf der Karte ausfüllte, „Möchtest du gern herausfinden, wie man persönlich mit Gott in Beziehung treten kann?“, änderte sie infolge unseres Gesprächs ihre Antwort von ‚nein’ zu ‚vielleicht’. Es war eine echte Ermutigung für mich zu erleben, dass es, wenn Menschen die gute Nachricht von Jesus hören, bei ihnen den Wunsch erweckt, Gott kennenzulernen. Wir treffen uns bald wieder, um weiterzureden.“

Es gibt noch viele andere im ganzen Land, die mehr über Glaubensthemen reden möchten. Hauptamtliche und studentische Mitarbeiter haben mit Kleingruppen begonnen, in denen die Studenten in persönlicher Atmosphäre Antworten auf ihre Fragen finden und ein tieferes Verständnis des Evangeliums bekommen können. Es ist unsere Hoffnung, dass noch viele weitere dieser Studenten hingegebene Nachfolger Jesu werden, mit einer Sicht, ihre Uni zu erreichen.

„Unter den tausenden von Studenten, die diesen Herbst ihr Studium beginnen, gibt es viele, die gern eine Beziehung zu Gott beginnen würden, wenn sie die Gelegenheit hätten“, sagt Ben Evans. „Sie laufen da draußen herum. Dieses Jahr hilft uns The Connection dabei, sie zu finden.“

Die norwegischen Fassungen der Webseiten „Gottsuchen“ (LookingForGod) und „WarumJesus“ (WhyJesus) gingen am 1. Dezember 2009 ans Netz. Das Internet wird hier benutzt, um suchende Menschen zu Gott und in eine Ortsgemeinde zu führen, und dadurch kommen hoffentlich Tausende von norwegischen Besuchern der Seite in näheren Kontakt mit Gott. Am ersten Tag besuchten 500 Menschen die Webseiten, 20 übergaben ihr Leben Christus und vier wünschten Nacharbeit.

Das Projekt wurde in einem Rekordtempo Wirklichkeit. Im Mai 2009 wurde die Entscheidung getroffen, mit den Webseiten zu beginnen. Die Norweger brachten verschiedene christliche Organisationen zusammen und ließen ihnen von den französischen Organisationen TopMission und Agape Niederlande den Plan vorstellen. Die daraus resultierende gemeinsame Sicht war, das Evangelium von Jesus Christus fest in Norwegen zu verankern. Voller Begeisterung erklärten sie: „Lasst uns das noch vor Weihnachten 2009 schaffen, der besten Zeit für einen Start!“

Die Webseite „Gottsuchen“, die für Menschen mit Interesse an geistlichen Themen entwickelt wurde, erklärt, wer Gott ist, was er für uns tun möchte und wie jemand eine Entscheidung treffen kann, ein Nachfolger Jesu Christi zu werden. Diese Webseite ähnelt „ConnaitreDieu“, die die französische Organisation TopMission erstellt hat.

„WarumJesus“ ist ein Internetkurs für Menschen, die auf ihrer geistlichen Reise, Jesus Christus besser kennenzulernen, einen Schritt weiterkommen wollen. Der Kurs wurde von der Evangelical Broadcasting Organization (Evangelikale Radiomission) in den Niederlanden entwickelt und wurde dieses Jahr an Agape Niederlande übergeben.

Beide Webseiten wurden in mehrere Sprachen übersetzt, und viele haben dadurch eine persönliche Beziehung zu Gott durch den Glauben und das Vertrauen auf Jesus Christus begonnen.

„Gottsuchen“ ist ein erster Schritt für Menschen, die mehr über Gott wissen wollen. „WarumJesus“ geht einen weiteren Schritt und verlinkt Besucher mit einem E-Coach, der sie während des fünfwöchigen Kurses begleitet. Der E-Coach lädt die Teilnehmer in einen Alphakurs und in eine Ortsgemeinde ein. So werden die Interessenten auf ihrer geistlichen Reise mit Gott innerlich aufgebaut und schließlich mit anderen Christen in Verbindung gebracht, die ihnen beim Wachstum helfen können. Zu diesem Prozess, der von Agape Niederlande und von TopMission entwickelt wurde und „Sprungbrett-Strategie“ genannt wird, gehören Partnerschaften quer durch ein ganzes Netzwerk von Organisationen.

Erik Furness, ein norwegischer Partner, gesteht: „Als unsere französischen und holländischen Freunde vor einem halben Jahre die Idee und den engen Zeitplan vorstellten, hatte ich so meine Zweifel, ob dies alles so schnell gehen könnte. Aber jetzt sind wir dort, wo wir zu sein träumten – dank eines begabten Projektmanagers, Freiwilligen, die einen großen Teil ihrer Freizeit investiert haben, der guten Zusammenarbeiten mit der Familien- und Medienarbeit und P7 Kristen Riksradio, und hinter all dem: einem lebendigen Gott, der den Weg freigemacht hat.“

Besucht die Webseiten „Gottsuchen”: http://omgud.jesus.net und “WarumJesus”: http://www.hvorforjesus.net.

Ala & Marek Wyrzykowski

Im September 2009 wurde Marek Wyrzykowski der erste nicht-amerikanische Leiter von Campus für Christus für Osteuropa und Russland. Seit den Anfängen sind seine Frau Ala und er in der polnischen Arbeit engagiert.

Jetzt war es soweit, dass Marek ein Geheimnis erfahren sollte. Der junge polnische Ingenieurstudent war ein paar Monate zuvor Christ geworden und hatte begonnen, in einen Bibelkreis zu gehen, den Ausländer leiteten. Dort hatte er eine hübsche junge Frau kennengelernt, die Ala hieß, und wollte gern öfter mit ihr zusammen sein, aber sie musste zu mehr Konferenzen fahren, als er selbst besuchen wollte. Er verstand nicht, warum Ala zu all diesen Treffen fahren musste, deshalb wandte er sich an Larry Thompson, den Amerikaner, der sie dort hinfahren hieß. „Steck deine Nase nicht in die Angelegenheiten anderer Leute!“, sagte Marek dreist.

Larry und Roy Stiff (der Campus-Leiter von Warschau) erklärten Marek Wyrzykowski (sprich: Wischikofski), dass Ala für eine weltweite christliche Organisation arbeite. Diese Gruppe jedoch konnte im kommunistischen Polen des Jahres 1984 nicht offen arbeiten. Ala war zum Glauben gekommen, als sie beim allerersten evangelistischen Projekt von Campus für Christus in Polen übersetzte, und war später bei den ersten, die vollzeitliche Mitarbeiter der Arbeit in Osteuropa wurden.

Marek, ein geborener Leiter, hatte in seinem zweiten Studienjahr zu Christus gefunden. Er hatte Gott schon immer kennenlernen wollen, und, obwohl er versucht hatte, gut zu sein, gespürt, dass er nie genug tat. Dann brachte ein Freund ihn mit zwei Männern in Kontakt – einem Syrier und einem Polen – die in ihrem Warschauer Studentenwohnheim einen Bibelkreis leiteten. Marek ging in einen Johannesevangelium-Bibelkreis, und beim vierten Mal wusste er, was er mit dem Evangelium machen müsse. Gleich dort in seinem Wohnheim betete er laut und gab sein Leben Christus.

Auf einmal wusste er, dass er in den Himmel kommen würde, und seine Angst davor, was nach dem Tod geschehen würde, verschwand. Weitere Bibelkreis folgten. Er lernte, seinen Glauben mitzuteilen, und fuhr auf einen evangelistischen Wochenendeinsatz nach Krakau. Im darauffolgenden Sommer nahm er an einer zweiwöchigen Konferenz teil, wo ihm die Referate sehr viel brachten. „Ich muss meinen Freunden zuhause diese Dinge mitteilen!“, rief er, und fuhr prompt nach Hause und organisierte eine Konferenz für seine Freunde.

Mareks Leiterfähigkeiten kamen voll zur Entfaltung. „Leiterschaft kommt bei mir ganz von allein“, sagt er, „aber ich habe das erst erkannt, nachdem ich Christ geworden war. Vorher war es mir nicht bewusst, vielleicht, weil es kommunistische Zeiten waren und die Menschen versuchten, nicht aufzufallen. Jeder wusste nur zu gut, dass der Teil des Grases, der höher war als der Rest, zuerst abgemäht wurde.“

Dienst unter kommunistischer Herrschaft

Dies waren auch die Tage der „Solidarität“, und die kommunistische Regierung interessierte sich mehr für politischen Widerstand als für geistliche Bewegungen. Campus Crusade, das unter den Studenten einfach als eine Studentengruppe bekannt war, hatte die Freiheit, das Evangelium an der Universität zu bezeugen. „Es gab Informanten, aber wir wussten nicht, wie viele“, sagt Ala. „Zuerst wussten wir nicht, wie die Leute reagieren würden, wenn wir von Tür zu Tür gingen. Deshalb sagten wir, wir würden es so machen, wie Campus Crusade es macht, und dann sehen, was geschah. Und niemand hat uns je aufgehalten.“

„Ich würde es nicht Freiheit nennen“, unterbricht Marek. „Wir wurden lediglich nicht behindert. Wir wussten, dass die Behörden jederzeit aktiv werden könnten.“

Als Marek erfuhr, dass Ala vollzeitlich für eine ausländische christliche Organisation arbeitete, verlor er trotzdem nicht das Interesse. Die beiden befreundeten sich 1984 und heirateten 1985. Marek wollte Mitarbeiter werden, aber man musste damals dazu eingeladen werden, und die Einladung kam nicht. So engagierte sich das junge Paar stattdessen in der Gemeindearbeit und gewann die Wertschätzung des Leibes Christi außerhalb von Campus Crusade. „Ich sage gern, dass ich die erste war, die Mitarbeiterin wurde“, sagt Ala mit einem Lachen, „und die erste, die wegging. Danach war ich die erste, die wieder zurückkam!“

1990, als die Mauern des Kommunismus fielen, wurde Marek schließlich eingeladen, Mitarbeiter zu werden. Er wusste, dass er davor schon viermal in Erwägung gezogen worden war, aber jedes Mal war er aus unterschiedlichen Gründen dann doch nicht eingeladen worden. „Dies lehrte mich Demut“, sagt er ruhig.

Marek und Ala schlossen sie den 34 Polen an, die zu der Zeit bereits Mitarbeiter waren. Sie arbeiteten sieben Jahre land in der Studentenarbeit, dann leitete Marke das Great Commission Schulungszentrum. Er wurde außerdem Leiter der Gemeindearbeit und wirkte auch in der Arbeit unter Geschäftsleuten mit.

Die polnische Krise

2001 erschütterte eine Krise die polnische Arbeit zutiefst. Man hatte in der Arbeit von Campus für Christus immer die Freiheit gehabt, entweder katholisch oder evangelisch zu sein, und in den frühen Tagen hatte Campus eine blühende Partnerschaft mit „Oasis“, einer katholischen polnischen Jugendbewegung, gehabt.

„Ich schätze die Weisheit von Campus für Christus, dass sie einen Weg gefunden haben, um mit der katholischen Kirche zusammenzuarbeiten“, sagt Dr. Wojciech Szczerba, der Direktor der Evangelical School of Theology in Wroclaw. „Polen ist zu 97 Prozent katholisch, und uns selbst von der katholischen Seite unserer Kultur zu lösen, bedeutet fast unseren eigenen Selbstmord. Campus für Christus hat einen Weg gefunden, seinem Auftrag und seiner Identität als protestantische Evangelikale treu zu bleiben, aber doch eng mit der Katholischen Kirche zusammenzuarbeiten.“

In den frühen 2000-er Jahren jedoch entfernte sich die polnische Leiterschaft von diesem gemeinsamen Grund. Die Spannung wuchs, ein Schisma entwickelte sich, und es sah fast so aus, als ob die Bewegung zerbrechen würde. „Ich fühlte mich, als ob alles, worein ich mein Leben investiert hatte, nun zerstört werden würde“, sagt Ala. „Es war eine schwierige Zeit.“ Marek – immer schnell dabei, die Initiative zu ergreifen, um einen Konflikt zu lösen – wurde in den Streit einbezogen und versuchte, die beiden Seiten zu versöhnen. Er arbeitete eng mit Larry Thompson zusammen, der in Polen die Pionierarbeit begonnen hatte. Durch Gottes Gnade fand die Arbeit durch die Turbulenzen hindurch wieder auf festen Grund.

„Marek betrachtet die Wirklichkeit und sieht Möglichkeiten, nicht Hindernisse“, sagt Henryk Piechota, der Leiter in Polen. „Er sagt häufig: Das können wir tun!“ Diese Fähigkeit half Marek, Heilung in die Bewegung zu bringen, und führte dazu, dass er bald darauf selbst Nationalleiter wurde.

Er ist auch jemand, der gut aufbauen kann, und trug dazu bei, Campus für Christus Polen zu einer starken, stabilen Bewegung zu machen. Heute gibt es 98 vollzeitliche polnische Mitarbeiter.

Letzten September wurde Marek zum Direktor of Affairs (Kontinentalleiter) für Osteuropa und Russland ernannt. „Jeder hat einen Wesenszug, der für das Reich Gottes benutzt werden kann“, sagt er. „Ich versuche, das Vorhandene zu nehmen und es zu verbessern.“

Vom schneebedeckten Atlasgebirge bis hin zu den endlosen Sandsteppen der Sahara ist Marokko ein farbenprächtiges Kaleidoskop

Vom schneebedeckten Atlasgebirge bis hin zu den endlosen Sandsteppen der Sahara ist Marokko ein farbenprächtiges Kaleidoskop

Im August 09 nahm eine Gruppe von 30 Spaniern an „Tetuan 2k9“, einem humanitären Projekt in Tetuan, Marokko, teil. Türen taten sich auf, um dem marokkanischen Volk Gottes Liebe zu bringen.

Die Tatsache, dass die Teilnehmer zu unterschiedlichen Glaubensrichtungen und Religionen gehörten (Baptisten, Katholiken, Atheisten und Muslime), trug nicht nur bei den Behörden in Teutan zur Glaubwürdigkeit bei, sondern gab den Teilnehmern, die Jesus nicht als ihren persönlichen Heiland kannten, die Möglichkeit, die Liebe Gottes in Aktion zu erleben.

Aktivitäten wie Puppentheater für Kinder, Leichtathletik, Fußball, Schach und Sprachunterricht in Englisch und Spanisch stellten eine Verbindung her zwischen den Teilnehmern und den Einheimischen. Das besondere Interesse der Frauen galt den Vorträgen über Selbstachtung, der spanischen Küche und Gesundheitsthemen.

Eine besondere Beziehung entstand zum Bürgermeister von Tetuan, der bei der Abschlussveranstaltung seine Dankbarkeit und Zustimmung zu dem Projekt zum Ausdruck brachte. Als Folge davon traf sich der Bürgermeister eines Nachbarortes mit uns und lud uns ein, in seinen Ort zu kommen und die Gebäude zu nutzen, um ein Projekt zum Wohl der Leute seines Dorfes durchzuführen.

Gott ist treu und öffnet Türen!

Viva Colorado!

Die frische Bergluft von Colorado machte uns munter.

Die frische Bergluft von Colorado machte uns munter.

Französische Studenten und Mitarbeiter verbrachten diesen Sommer einige Wochen in den USA. Die Gruppe zog gen Westen, um in Fort Collins, Colorado, an der alle zwei Jahre stattfindenden Mitarbeitertagung teilzunehmen, und bei verschiedenen wohltätigen Einrichtungen in Denver, der Hauptstadt des Staates Colorado, mitzuhelfen.

„Mitarbeitertagung vom 21. – 29. Juli 2009 an der „Colorado State University“ (CSU), USA

Durch die Teilnahme an der Mitarbeitertagung erhielten die französischen Teilnehmer Einblick in die Arbeit von Campus Crusade for Christ in den USA und gewannen eine neue Sicht für ihren Dienst in Frankreich. Sie hatten Gelegenheit, sich mit Javier Garcia, dem Leiter von Agape Europe (CCC Westeuropa) zu treffen, sowie mit Chip Scivicque und Jay Lorenzen von „Here’s Life Inner-City“ und John Gaither von „Keynote“, der Musikerarbeit von CCC. Dabei konnten sie neue Richtungen, neue Ideen und neue Schritte für Frankreich erdenken und Träume für die Zukunft entwickeln.

Lernen in der Praxis – Wenn man neuen, unterschiedlichen Erfahrungen ausgesetzt wird, bekommt man Achtung für andere und neue Wertschätzung für die eigene Kultur.

Lernen in der Praxis – Wenn man neuen, unterschiedlichen Erfahrungen ausgesetzt wird, bekommt man Achtung für andere und neue Wertschätzung für die eigene Kultur.

Die Hauptveranstaltungen fanden im Moby-Basketballstadion der CSU statt. Die Tage begannen mit inspirierenden Lobpreiszeiten, und anschließend forderten bekannte Redner wie Tim Keller, Steve Douglass, Keith Battle und Larry Crabb die Zuhörer heraus, persönlich über die Botschaft der Gnade nachzudenken und darüber, wie wir unseren Glauben leben und weitersagen. Die Tage vergingen schnell – vormittags die dreistündigen Veranstaltungen und an den Abenden Seminare zu verschiedenen Themen, z.B. wie man auf unterschiedliche Weise evangelisiert, um verschiedene Gruppen von Menschen zu beteiligen, oder zum Thema Geistliches Wachstum, Versuchungen usw.

Bei einem Abendcafé hatte die Länder die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen und Interessenten einzuladen, sich zu melden!

Bei einem Abendcafé hatte die Länder die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen und Interessenten einzuladen, sich zu melden!

Wir französischen „Abgeordneten“ ergriffen, wenn an den Abenden Zeit war, jede Gelegenheit, um die vielen Möglichkeiten in Frankreich vorzustellen – die Kultur, den Lebensstil und die Möglichkeiten, mit Menschen in Kontakt zu kommen. An einem Abend, an dem es speziell um Frankreich ging, hatte jedes Teammitglied die Gelegenheit, etwas zu sagen: Laurent Bataille gab Zeugnis von seiner geistlichen Reise als Student an der Uni. Jeder Anwesende wurde eingeladen, in Frankreich Mitarbeiter zu werden!

An den anderen Abenden, die unseren europäischen Nachbarländern, z.B. Italien, gewidmet waren, wurden wir durch die Berichte über Gottes Handeln dort ermutigt.

Bis zum Ende der Tagung hatten wir so viel in uns aufgenommen – viele träumen davon, all das, was wir gesehen haben, umzusetzen. Wir werden Monate brauchen, um das alles zu verdauen. Besonders überrascht und erfreut hat uns die Anzahl von Menschen, die ein Herz für Frankreich haben und dafür beten – einige schon seit Jahrzehnten.

Das Denver-Projekt, 29. Juli – 5. August 2009

Nach der Mitarbeitertagung fuhren wir zu einem einwöchigen Sommerprojekt nach Denver. Javier Garcia forderte uns durch seine Auslegung von Matthäus 9, 36 heraus: „Als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.“

Unser Einsatz in einem Heim für Obdachlose öffnete uns die Augen für die Nöte der im Leben Benachteiligten.

Unser Einsatz in einem Heim für Obdachlose öffnete uns die Augen für die Nöte der im Leben Benachteiligten.

Unsere Woche in Denver gab uns einen kleinen Eindruck von dem,  was das Licht Jesu für die Menge bedeutete, an die er sich wandte. Wir lernten, das gleiche Mitgefühl zu haben und zum Ausdruck zu bringen, als wir bei verschiedenen wohltätigen Organisationen mithalfen:

  • Wir jäteten Unkraut aus den Erntereihen einer Erntefarm – ein Entgiftungsprogramm, zu dem therapeutisches Arbeiten auf der Farm gehört.
  • Wir entfernten Graffiti in der Nachbarschaft und packten bei kleinen Projekten in Häusern an, denen die Mittel fehlten.
  • Wir halfen bei der „Denver Rescue Mission“ (Denver Hilfsdienst) mit an: Dort teilten wir Essen aus und hießen arme, obdachlose oder drogenabhängige Menschen und solche, die am Rehabilitationsprogramm teilnahmen, willkommen.
  • Wir beteiligten uns an „Habitat for Humanity“ (Wohnungen für die Menschlichkeit): Wir sortierten Baumaterialien und gespendete Möbel.

„Nicht unsere Arme und Beine haben die meiste Arbeit geleistet, sondern unser Herz“, sagte ein Teilnehmer. Ein anderer fasste die Erfahrungen, die er in Denver gemacht hatte, so zusammen: „Ich hatte nicht damit gerechnet, Elend und Leid so nah zu begegnen. Mein Herz war oft voller Traurigkeit und Mitleid, aber auch voller Hoffnung, denn ich sah nicht nur die Not, sondern auch die Reaktion der verschiedenen wohltätigen Einrichtungen darauf. Trotz allem war Gott mitten in diesem Elend gegenwärtig.“

Das Crescendo-Sommerinstitut der Künste 2009

270 Dozenten und Studenten aus 24 Ländern trafen sich in der kulturell bedeutsamen Stadt Sárospatak in Ungarn, um vom 27. Juli bis 10. August am „6. Internationalen Crescendo-Sommerinstitut der Künste“ teilzunehmen. Unter der Leitung international bekannter Spitzenkünstler fand in den Fächern Kammermusik-Ensemble, Orchester-, Tanz- und Theater-Werkstatt ein intensives Studium auf Universitätsniveau statt. Kinder und Jugendliche profitierten von ihrem eigenen parallelen Programm.

Bei den Aufführungen am Ende des Instituts bekundete ein großes Publikum seine Begeisterung über die Ergebnisse der Arbeit, die die Teilnehmer geleistet hatten. In Zusammenarbeit mit dem säkularen Zemplén-Festival führte Crescendo eine Haydn-Oper, verschiedene kammermusikalische Werke und Orchesterwerke auf. Ein weiterer Höhepunkt war die Interpretation eines Violinkonzertes von Felix Mendelssohn durch den 23-jährigen chinesischen Studenten Li Qi, unter Begleitung des ungarischen Radio-Orchesters. Li Qi war einer von sechs chinesischen Musikern, die Gaststudenten am Institut waren und in Zukunft erneut am Institut teilnehmen wollen.

Beat Rink, director of Crescendo, shares his love of music and love for the Creator of Music.

Beat Rink, der Leiter von Crescendo, spricht über seine Liebe zur Musik und zum Schöpfer der Musik.

„Die Persönlichkeit des Künstlers“, betrachtet aus christlicher Sicht, war das Thema bei den täglichen Andachten und Kleingruppen. Außerdem wurde geistliche Begleitung und Seelsorge sowie persönliches Fürbittegebet angeboten. Ein öffentlicher Gottesdienst „Kreative Kirche“ bot eine weitere Möglichkeit, die christliche Botschaft kennenzulernen. Etwa 50 % der Studenten waren noch nicht mit dem christlichen Glauben vertraut, während die meisten anderen Studenten, und auch die 40 Dozenten, mit „Crescendo“ in Verbindung standen. Während des zweiwöchigen Instituts brachten 18 Kinder und 10 Studenten ihren Wunsch zum Ausdruck, von jetzt an Jesus Christus folgen zu wollen.

Participants symbolically cast their burdens on Jesus.

Die Teilnehmer laden symbolisch ihre Lasten auf Jesus.

Inzwischen wurde das Crescendo-Sommerinstitut der Künste vom ungarischen Kulturministerium als eines der wichtigsten kulturellen Ereignisse des Landes anerkannt. „Das „7. Crescendo-Sommerinstitut der Künste“ ist für die ersten zwei Augustwochen 2010 geplant.

Die rumänische Pianistin Oana Zamfir berichtete bei dem Sommerinstitut über das, was sie 2008 mit Gott erfahren hat:

„Dies ist für mich das zweite Mal, dass ich am Crescendo-Sommerinstitut teilnehme. 2008 war ich zum ersten Mal dabei. Es war eine sehr schwierige Zeit in meinem Leben. Ich wollte aufhören mit Klavierspielen. Die Beziehung zu meinen Eltern war eine einzige Katastrophe. Ich machte viele Fehler und konnte nicht zugeben, dass ich in vieler Weise Falsches tat. – Ich wusste nicht, was eine christliche Freizeit war. Aber ich war überrascht über die Freundlichkeit der Leute, ihre Güte und vor allem die Freiheit, mit der sie ihre Liebe zu Gott zum Ausdruck brachten. Ich war schockiert zu erleben, dass Gott für die Leute in meiner Kleingruppe das Wichtigste im Leben war. – Und Gott sprach durch sie zu mir. – Eines Abends begann ich zu weinen und zu beten. Ich spürte, dass ich etwas gefunden hatte, nach dem ich mein Leben lang gesucht hatte. An diesem Abend beschloss ich, dass ich Gott mehr als alles andere in meinem Leben lieben wollte. Seitdem hat er mein Herz geheilt und verändert…“

Oana Zamfir, eine der Gewinner/innen des Festivalpreises 2009, wird 2010 ein Klavierkonzert mit dem ungarischen Radio-Orchester spielen.

von Jan Willem

Die Studentenarbeit in den Niederlanden dehnt sich aus! Vier Volontäre beginnen ihren Dienst in Leiden, und in Rotterdam hat Gott die Arbeit so gesegnet, dass das Team diesen Herbst fünf Mitarbeiter an die Universität Utrecht ausgesandt hat, damit sie dort mit einer neuen Arbeit beginnen. Mit fast 30.000 Studenten ist Utrecht die größte Universität im Land.

The Utrecht team is expecting God to do great things.

Das Team in Utrecht erwartet, dass Gott Großes tun wird.

Fünf engagierte Leute – Egbert & Sieneke Ribberink, Leendert & Marianne de Jong und Arjen den Admirant – vertrauen Gott, dass er ihnen in der Nähe der Uni eine Wohnung schenkt. Wahrhaftig keine leichte Aufgabe! Auf Grund der hohen Studentenzahl und seiner zentrale Lage ist Utrecht eine beliebte Stadt, und manche Leute müssen Jahre lang warten, bis sie eine passende Wohnung finden. Aber für Gott ist das kein Hinderungsgrund. Leendert und Marianne fanden vor kurzem eine Wohnung, nachdem sie eine Annonce in die Zeitung gesetzt hatten, Arjens Eltern kauften ein Haus in Utrecht, in dem er jetzt mit anderen Studenten zusammen lebt, nur Egbert und Sieneke sind noch auf der Suche.

Allen fünf liegt es am Herzen, in dieser strategisch wichtigen Stadt, die schon seit dem 8. Jahrhundert ein religiöser Mittelpunkt der Niederlande ist, den Missionsauftrag zu erfüllen.

Sieneke lässt uns in ihrem Blog an ihren Gedanken zum ersten Tag in Utrecht teilhaben: „Leendert, Marianne und Arjen waren gerade von einem Jahr Schulung in Oxford, England, zurückgekehrt, und jetzt war die Zeit gekommen, sich mit holländischen Studenten zu treffen. Obwohl es ein bisschen komisch war, fanden sie es viel einfacher, auf Holländisch Studenten anzusprechen.

The Utrecht University is one of the oldest universities in the Netherlands and one of the largest in Europe.

Die Universität in Utrecht ist eine der ältesten Universitäten in den Niederlanden und eine der größten in ganz Europa.

Ich ging mit Leendert zum Einsatz, und wir hatten eine Reihe guter Gespräche. Als Erstes begegneten wir zwei jungen Männern, die zusammen in einer Band spielen. Gott war kein Thema, über das sie nachdachten. Sie waren keine Christen, denn „man glaubt wahrscheinlich nur dann, wenn man mit dem Evangelium aufgewachsen ist“. „Warum sollte jemand nur deshalb an Gott glauben, weil er so aufgewachsen ist? Trefft Ihr nicht eure eigenen Entscheidungen für Euer Leben?“

Als Nächstes gingen wir nach draußen, weil viele Studenten draußen das schöne Wetter genossen. Wir hatten ein gutes Gespräch mit einer Studentin. Es stellte sich heraus, dass sie Christin war. Ein Ziel, das sie in ihrem Leben erreichen wollte, war, vielen Menschen das Evangelium zu sagen. „Hm“, dachte ich, „dann haben wir ja wohl die gleiche Leidenschaft!“ Mein Gebet ist, dass sie offen wird dafür, dass wir sie darin begleiten. Sie erzählte uns, dass sie es sehr schwer fand, Zeugnis zu geben, weil sie denkt, dass sie auf jede Frage, die gestellt werden könnte, eine Antwort haben müsste. Wir werden mit ihr in Kontakt bleiben, dann werden wir erfahren, wie es bei ihr weitergeht.“

Für Agape Niederlande ist das ein großer Schritt auf ihr Ziel für 2020 zu: Sie wollen in den 25 wichtigsten Städten der Niederlande Teams haben, die Bewegungen multiplizieren.

Schaue rein: http://bsund2.blogspot.com


The busses attracted attention at every stop.

Die Busse zogen bei jedem Halt die Aufmerksamkeit auf sich.

Unterschiedlicher könnten die Botschaften kaum sein, die während der letzten drei Wochen auf den beiden Bussen zu lesen waren. Und doch haben sie etwas gemeinsam: beide fuhren eine große Runde durch Deutschland, um für ihr Anliegen zu werben. Der eine ist ein roter Doppeldecker unter dem Motto „Es gibt (…) keinen Gott”. Der andere, ein weißer Reisebus, trägt die Aufschrift „Und wenn es ihn doch gibt… Gottkennen.de”.

„Wir haben im Laufe der Gottkennen-Tour unsere drei großen Ziele erreichen können” erklärt Projektleiter Dr. Andreas Bartels. „Erstens haben wir die Internetseite www.Gottkennen.de sehr effektiv beworben – über 1000 Hits am Tag waren keine Seltenheit. Zweitens kamen wir in den Städten, die wir besuchten, mit Passanten ungezwungen ins Gespräch über den christlichen Glauben. Und drittens konnten wir Christen vor Ort unterstützen, über Gemeindegrenzen hinweg Aktionen umzusetzen, die Gott ins Gespräch bringen.”

Church groups rallied around the 'Gottkennen' bus.

Gemeindegruppen führten im Umfeld des Busses Aktionen durch.

Bartels war begeistert, wie viel Kreativität die zumeist ehrenamtlichen Helfer vor Ort bewiesen: „In Chemnitz zum Beispiel wurde ein attraktives buntes Programm mit Spiel, Tanz und einem riesigen Open-Air Gottesdienst organisiert”

Wir haben uns von Anfang an um ein möglichst gutes Verhältnis zur atheistischen Buskampagne bemüht. „Bevor wir an die Öffentlichkeit gegangen sind, hatten wir uns bei den Organisatoren gemeldet und angekündigt, was wir vorhaben”, berichtet Ingmar Bartsch, Pressesprecher der Gottkennen-Tour. Dabei sei der faire aber kritische Dialog ein Hauptanliegen gewesen.

Dabei sind die Überzeugungen völlig gegensätzlich: „Wir glauben an Gott, und daran, dass man ihn persönlich kennenlernen kann. Die Leute von der Buskampagne glauben, dass es Gott nicht gibt. Gerade wegen dieser Meinungsverschiedenheit ist es wichtig, dass wir einander in unserer Meinung stehen lassen können”, ist Bartsch überzeugt. Das sei in diesen drei Wochen recht gut gelungen.

Stimulating conversations occured throughout the three week tour.

Es kam während der dreiwöchigen Tour zu anregenden Gesprächen.

Auch die Reaktion der Passanten war überwiegend positiv: „Ich bin ja so dankbar, dass hier in Deutschland Meinungsfreiheit herrscht! Da ist es in Ordnung, dass ein Bus der Atheisten durch Deutschland fährt”, erklärt eine Christin aus Karlsruhe. Und gerade deshalb freue sie sich auch, dass der Gottkennen-Tourbus in Karlsruhe Station gemacht hat. „Wir haben in vielen Gesprächen festgestellt, dass die Frage nach dem Sinn im Leben und nach Gott für viele Menschen aktueller ist, denn je” berichtet Bartels. So sei man dankbar, dass die Buskampagne die Frage nach Gott aufwirft und in den öffentlichen Dialog bringt. Bartels: „Wir geben darauf eine Antwort aus unserer Sicht als Christen.”

Der Gottkennen-Tourbus hat die atheistische Buskampagne seit ihrem Start in Berlin am 30. Mai begleitet. Allerdings, so betont Bartsch, sei man nicht immer am selben Ort gewesen. Man habe Städte wie Osnabrück und Gießen zusätzlich angesteuert. Träger der Gottkennen-Tour ist Campus für Christus, ein eingetragener christlicher Verein mit Sitz in Gießen. Der Leiter, Clemens Schweiger, ist sich sicher, dass es sich gelohnt hat, die Gottkennen-Tour zu starten: „Wir konnten auf diese Weise weitergeben, welche realen Erfahrungen wir als Christen mit Gott machen.” Campus für Christus finanziere sich durch Spenden und so sei auch die Gottkennen-Tour spendenfinanziert.

Conversations we not limited to stops in the cities.

Die Gespräche beschränkten sich nicht auf die Haltestellen in den Städten.

Unterdessen äußerte sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Bischof Dr. Huber, positiv über die Gottkennen-Tour. Beim „Runden Tisch” der Koalition für Evangelisation am 8. Juni in Berlin sagte er, dass es Campus für Christus gelungen sei, ein Gegensymbol zur atheistischen Buskampagne zu setzen.

In Düsseldorf fand sich die atheistische Buskampagne übrigens inmitten einer missionarischen Initiative der katholischen Kirche wieder. Pater Manuel Merten vom Dominikanerkloster in Düsseldorf war über den Gottkennen-Tourbus so begeistert, dass er ihn spontan einlud, vor dem Kloster zu stehen – in direkter Nähe zum Doppeldecker der Buskampagne.

Weitere Fotos unter http://www.tour.gottkennen.de/gallery/main.php.

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